NRZ: Hannelore Kraft muss wieder „ran“ – ein Kommentar von MANFRED LACHNIET

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Hannelore Kraft will mit einer verjüngten Mannschaft
in den NRW-Wahlkampf 2017 ziehen. Dass Guntram Schneider (64), Ute
Schäfer (61) und Angelica Schwall-Düren (66) nicht mehr dabei sein
würden, wurde schon länger gemunkelt. Viel spannender ist die
Perspektive der drei Neuen, die in der Öffentlichkeit nahezu
unbekannt sind. Und außerdem: Ob sich die Ministerpräsidentin künftig
wieder auf ihre Stärken besinnen wird. Rainer Schmeltzer bringt für
das wichtige Ressort „Arbeit und Soziales“ Kontakte und Wissen mit,
in der SPD-Fraktion ist er stark. Schwerer hat es die junge Christina
Kampmann: Sie muss die Probleme in den Kitas und bei der Inklusion
lösen, ebenso die sensible Kultur pflegen. Und das alles bei knappen
Kassen. Franz-Josef Lersch-Mense dürfte die Bundes- und Europapolitik
liegen, ob er dazu auch noch die Staatskanzlei leiten kann, bleibt
abzuwarten. Auffallend ist, dass alle drei aus den SPD-Regionen ihrer
Vorgänger stammen. Das riecht nach Proporz und bayrischen
Verhältnissen. Unumstritten sind indes die Top-Ressorts:
Walter-Borjans, Duin und Jäger sitzen fest im Sattel. Hannelore Kraft
will mit der Team-Verjüngung zeigen, dass sie Schwächen erkannt hat
und führen kann. Das ist dringend nötig. Denn spätestens seit den
jüngsten Bürgermeisterwahlen wird sie spüren, dass sie selber wieder
„ran“ muss. Dass sie die Menschen berühren und mitnehmen kann, hat
sie oft genug bewiesen. Doch es ist auch schon ziemlich lange her.
Wenn die SPD die Menschen und Wähler im Lande mobilisieren will, dann
geht das derzeit nur über die Person Hannelore Kraft. Klingt einfach.
Eigentlich.

Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion

Telefon: 0201/8042616

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