NRZ: Misstrauen angebracht – ein Kommentar von MICHAEL MINHOLZ

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Dass die Datenschützer allein die Idee auf die Palme
bringt, Fahrtenschreiber in Privat-Pkw zu installieren, ist keine
Überraschung. Wenn es zum Geschäftsmodell wird, mit persönlichen
Daten zu handeln, ist zumindest Misstrauen angebracht. Man erinnere
sich an den Aufstand, der losbrach, als der Bundestag so nebenbei die
Meldeämter ermächtigen wollte, mit privaten Daten zu handeln. Es ist
sicher nicht jedermanns Sache offenzulegen, wohin er des nachts
unterwegs ist, ob er permanent das Tempolimit überschreitet und was
so ein digitales Ding noch alles aufzuzeichnen vermag. Jedoch ist ein
Passus der Planspiele in diesem Zusammenhang wichtig: Der Einbau
passiert auf freiwilliger Basis. Und wer sich drauf einlässt, wird
mit niedrigeren Tarifen belohnt. Für die meisten wird selbst dieser
Anreiz zu gering sein.

Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion

Telefon: 0201/8042616

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