NRZ: Preisverfall zwingt viele Landwirte in Nordrhein-Westfalen zur Aufgabe Seit Mai 2015 stellten 415 Milchbauern und 224 Sauenhalter die Viehhaltung ein

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Der Preisverfall bei der Milch und beim
Schweinefleisch haben vielen Bauern in Nordrhein-Westfalen zugesetzt.
Wie sehr, das zeigen die neuen Ergebnisse der amtlichen Viehzählung
vom Landesbetrieb Information und Technik. Nach Informationen der
Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung haben in NRW seit Mai 2015 insgesamt 415
Milchbauern und 224 Sauenhalter aufgegeben (Dienstagsausgabe, 28.
Juni). Zugleich wurden im Mai dieses Jahres aber so viele Kühe wie
nie zuvor gezählt – 424 000, etwa 5200 mehr als vor Jahresfrist. Bei
den Milchbauern ist das ein Rückgang um 6%, bei den Ferkelerzeugern
um 9,7%. Üblich waren in den vergangenen Jahren Rückgänge von zwei
bis drei Prozent. Als wesentliche Ursachen für den Preisverfall
gelten das Russland-Embargo und der Konjunktur-Einbruch in China –
beide Länder sind auf dem Weltmarkt wichtige Abnehmer für Fleisch und
Milch. „Der Strukturwandel in der viehhaltenden Landwirtschaft hat
sich bedrohlich verschärft“, sagte der rheinische Bauernpräsident
Bernhard Conzen auf NRZ-Nachfrage. Darüber hinaus, so Conzen weiter,
seien Landwirte zunehmend verunsichert über Auflagen und Bürokratie.
Die Ausdehnung der Milchviehbestände sei eine Reaktion der Bauern, um
angesichts niedriger Preise das Einkommen zu sichern.

Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion

Telefon: 0201/8042616

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