NRZ: Schengen muss gerettet werden – von CHRISTIAN PETERS

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Die Regierung in Athen hat Recht: So einfach, wie
sich die Partner in der Europäischen Union eine Sicherung der
hellenischen Grenze vorstellt, geht das ganz sicher nicht. Nach
internationalem Recht, nach Seerecht und auch nach den Regeln der
Genfer Flüchtlings-Konvention muss ein Staat Menschen, die in Seenot
geraten, selbstverständlich helfen. Leben muss gerettet werden, allen
drängenden Problemen zum Trotz.

Dass Europa verzweifelt nach Lösungen in der
Flüchtlingsproblematik sucht, dass auch endlich Wege gefunden werden
müssen, den schier unendlichen Strom der Verzweifelten einzudämmen,
ist eine richtige, aber in Zusammenhang mit Griechenland ganz andere
Frage. Die nur innerhalb der Europäischen Union beantwortet und dann
vielleicht (wenn auch zurzeit schwer vorstellbar) gelöst werden kann.

Bei aller zuletzt berechtigten Kritik an Angela Merkels
Flüchtlingskurs: Der Versuch der Kanzlerin, über den Erhalt der EU
auch gemeinsame Spielregeln für die Aufnahme der Verfolgten zu
finden, ist ein vernünftiger Ansatz. Ein Erfolgsprojekt wie den
Schengener Raum, das erfolgreichste europäische Nachkriegsprojekt der
offenen Grenzen, leichtfertig zu opfern, darf jedenfalls nicht die
Alternative für verfehlte Asylpolitik sein.

Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion

Telefon: 0201/8042616

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