Offen ist nicht gleich offen: Die erste OPEN! 2015 – Konferenz für digitale Innovation ist am 2. Dezember

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Im Dezember steht Stuttgart ganz im Zeichen der
Offenheit. Die OPEN! 2015 stellt die Potenziale und
Innovationsimpulse verschiedener Open-Bewegungen vor. Nach der
Opening Keynote von Gunter Dueck werden in vier Panels die Themen
Open Source, Open Data, Open Educational Resources und offene
Geschäftsmodelle diskutiert. Anschließend wird die „Stuttgarter
Erklärung“ Ergebnisse und Erkenntnisse zu digitaler Innovation in
offenen Strukturen zusammenfassen und verbreiten. Die MFG
Innovationsagentur organisiert die Konferenz im Hospitalhof Stuttgart
gemeinsam mit der OSB Alliance und dem Wissenschaftsministerium.

Kann Open Source die Welt retten? Was plakativ klingen mag, ist
eine berechtigte Frage. Zumindest, wenn es um die Neuaufstellung von
Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen geht. Offenheit ist ein
Schlüsselfaktor für digitale Innovation: Das Prinzip des Teilens, der
Transparenz und des freien Austauschs durchdringt die
Informationsgesellschaft.

Dieses Jahr startet die MFG eine neue deutsche Konferenz, die sich
ganz dem Thema Offenheit widmet. Die OPEN! 2015 – Konferenz für
digitale Innovation versammelt am 2. Dezember Unternehmer, Denker,
Forscher und Verwaltungsexperten aus ganz Deutschland im Hospitalhof
Stuttgart. Die Anmeldung ist ab Mitte Juli online möglich unter
open2015.de. Veranstalter ist die MFG Innovationsagentur Medien- und
Kreativwirtschaft zusammen mit der Open Source Business Alliance und
dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Baden-Württemberg.

Innovationsimpulse der Open-Bewegungen nutzen

„Die OPEN! bringt die Themen einer offenen Gesellschaft zum
richtigen Zeitpunkt zusammen“, betont Jürgen Walter, Staatsekretär im
Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg. „Hier diskutieren
Software- und Bildungsanbieter mit Mittelständlern und
Verwaltungsmitarbeitern ein faires Wertesystem in der Wirtschaft –
ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Kultur der Offenheit und
Chancengleichheit.“

In der Premiere der OPEN! geht es konkret um die Schwerpunkte Open
Source, offene Daten, Open Educational Resources und offene
Geschäftsmodelle, die in vier Panels diskutiert werden. Für die
Opening Keynote konnte der digitale Vordenker und Ex-IBMer Gunter
Dueck gewonnen werden. In den Panels setzen weitere Experten-Keynotes
Impulse, Abschluss-Speaker ist Prof. Jörn von Lucke, Leiter des Open
Government Institutes an der Zeppelin Universität Friedrichshafen und
Senior Researcher am Fraunhofer Institut für Offene
Kommunikationssysteme.

Vier Themen, vier Panels

Wie kann das Internet der Dinge mithilfe von offener Software
umgesetzt werden? Welchen Beitrag leistet Open Source für eine
vertrauenswürdige IT-Infrastruktur? Um diese Fragen dreht sich das
erste Panel. Nach der Keynote von Datenschutz-Spezialist Malte Spitz
werden Erfolgsbeispiele in den Fokus gerückt, darunter das EU-Projekt
„OpenIoT – The Open Source Internet of Things“, SmarterCity Karlsruhe
und ETCS, das europäische Zugsteuerungssystem der Deutschen Bahn.

Wie kann Europa die Entwicklung digitaler Innovationen gestalten?
Panel zwei widmet sich offenen Daten im Kontext von Regierung,
Verwaltung und Kultur. Die Keynote hält André Golliez, Vorstand der
Schweizer Initiative OpenData.ch. In der offenen Diskussion „Open!
Und dann?!“ geht es darum, welche Voraussetzungen für den
erfolgreichen Einsatz offener Daten zu schaffen sind, um echte
Innovationen zu ermöglichen. Mit dabei sind die Stadt Ulm, kommunaler
Open-Government-Vorreiter, und die Deutsche Digitale Bibliothek, die
Kulturerbe online zugänglich macht.

Panel drei geht der Frage nach, welche Rolle offene
Bildungsmaterialien in zukünftigen Qualifizierungskonzepten spielen.
OER – Open Educational Resources, also Lernmittel, die bearbeitet
werden dürfen – bringen für die Hochschul- und Erwachsenenbildung
neue Möglichkeiten mit sich, was Aktualität und Partizipation angeht.
Im Panel werden Good Practices aus beiden Bereichen vorgestellt und
Herausforderungen wie die Qualitätssicherung besprochen.

Open-Erfolgsfaktoren im eigenen Unternehmen anwenden

Was kann man von Open Source lernen? Für die Konferenzteilnehmer
ist relevant, wie sich Erfolgsfaktoren und innovative Ansätze der
Open-Bewegungen auf die eigene Organisation übertragen lassen.
Deswegen stellt das vierte Panel offene Geschäftsmodelle und damit
das Thema Geld in den Mittelpunkt. Auf die Keynote zur Open Minds
Economy von Hans-Jürgen Kugler, Chief Scientist bei Kugler Maag Cie,
folgen Praxisbeispiele von Open Street Map bis Creative Commons.

„Im letzten Jahrzehnt ist Open Source zum entscheidenden Faktor in
der IT-Industrie geworden“, so Peter Ganten, Vorstandsvorsitzender
der OSB Alliance. „Das Geschäft international operierender
Unternehmen wie Rackspace, IBM oder Red Hat wird in vielen Bereichen
von und mit Open Source Software getrieben und selbst Apple oder
Microsoft können sich diesem Mega-Trend nicht mehr entziehen.“

Weil offene Ansätze für Innovationen förderlich sind, sollen sie
verbreitet und auf eine breitere Basis gestellt werden. In diesem
Sinne wird im Anschluss an die OPEN! eine gemeinsame Erklärung der
Open-Bewegungen verabschiedet. Diese „Stuttgarter Erklärung“
dokumentiert auch die Konferenzergebnisse und soll deren nachhaltige
Verbreitung sichern. Interessierte und Teilnehmer haben im Vorfeld
die Möglichkeit, Thesen einzubringen, und diese dann auf der
Konferenz zu diskutieren und zu konkretisieren.

Weiterführende Links:
http://www.open2015.de/thema/
https://twitter.com/hashtag/opendigi
innovation.mfg.de
http://www.osb-alliance.de

Pressekontakt:
MFG Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft
Baden-Württemberg
Bernd Hertl
Leiter Stabsstelle Kommunikation
Tel. 0711-90715-316
E-Mail: hertl@mfg.de

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