Öffentliche Beteiligung ist Erfolgsfaktor für Windenergie-Projekte / Unternehmen der Windbranche handeln noch nicht strategisch genug

Abgelegt unter: Umfrage |





Die Akzeptanz von Windparkanlagen steht und fällt
mit der frühzeitigen und umfassenden Einbindung der Öffentlichkeit.
EU-weit nutzen daher Unternehmen der Windbranche vermehrt
Kommunikations- und Kooperationsmaßnahmen, allerdings setzen sie
diese nicht strategisch genug ein. Das ist das Ergebnis einer Umfrage
unter rund 200 Stakeholdern der Windbranche wie etwa politischen
Entscheidern aus Kommunen, NGOs, Banken und Genossenschaften, die im
Rahmen des EU-Projekts WISE Power zwischen August 2014 und Februar
2015 durchgeführt wurde. Die Befragung in Deutschland koordinierte
die Deutsche Energie-Agentur (dena).

„Die Akteure der deutschen und europäischen Windbranche haben
erkannt, wie wichtig die soziale Akzeptanz für den nachhaltigen
Erfolg ihrer Projekte ist und setzen bereits verstärkt auf einzelne
Informationsmaßnahmen“, sagt Oliver Frank, dena-Bereichsleiter
Erneuerbare Energien und energieeffiziente Mobilität. „Informieren
allein reicht aber nicht. Wir benötigen ganzheitlich strukturierte
Beteiligungskonzepte, die die Bürger direkt einbinden.“

In der Branche besteht Konsens darüber, dass vor allem die direkte
Beteiligung, wie etwa bei Genossenschaftsmodellen, die Akzeptanz von
Windprojekten erhöht. Dennoch setzen die befragten Projektierer bei
der Beteiligung der Öffentlichkeit in erster Linie auf einzelne
Kommunikationsmaßnahmen statt auf strategische Gesamtkonzepte.
Lediglich 27 Prozent bestätigen, dass sie ein strukturiertes
Standardvorgehen zur Öffentlichkeitsbeteiligung eingehalten haben.

Mit Blick auf die konkrete Ausgestaltung von Beteiligungs- oder
Finanzierungskonzepten signalisierten die Befragten einen hohen
Austauschbedarf mit Bürgern und Gemeinden. Als Mittel hierfür eignen
sich aus ihrer Sicht sogenannte Capacity Building Workshops, bei
denen entsprechende Konzepte vorgestellt und gemeinsam diskutiert und
weiterentwickelt werden. Diese finden im Rahmen von WISE Power 2015
und 2016 in den Zielländern des Projekts statt.

Das WISE Power Projekt wird im Rahmen des Intelligent Energy
Europe Programms der Europäischen Union kofinanziert und von Mai 2014
bis Oktober 2016 umgesetzt. Ziel des Projekts ist es, erfolgreiche
Strategien zur Akzeptanzsteigerung für die Onshore-Windenergie zu
verbreiten und so die Planungssicherheit für Windenergieprojekte zu
erhöhen.

Das WISE Power-Konsortium besteht aus kommunalen und regionalen
Planungsbehörden, politischen Entscheidungsträgern, Vertretern der
Erneuerbare-Energien-Industrie, einer nationalen Energie-Agentur,
einer internationalen Organisation und einem führenden
Forschungsinstitut.

Mehr zu den Ergebnissen der Umfrage und zum WISE Power-Projekt
unter http://wisepower-project.eu/.

Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Nina Fisseler, Chausseestraße
128 a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 72 61 65-640, Fax: +49 (0)30 72 61 65-699, E-Mail:
presse@dena.de, Internet: www.dena.de

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