Online-Petition: Bessere steuerliche Förderung ehrenamtlichen Engagements

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Ein Mensch ist in seiner Freizeit als ehrenamtliche Schiedsrichter tätig. Er fährt mit seinem Auto jedes Wochenende in der Saison zu verschiedenen Fußballturnieren von Bezirks- oder Kreisliga und pfeift dort diverse Partien. Kann er diese Fahrten mit seinem Auto steuerlich absetzen? Nein! Ein anderer Mensch engagiert sich als ehrenamtlicher und freiwilliger Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst bei einer DLRG Ortsgruppe. Da diese sich nur aus sozialverträglich niedrigen Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert und daher keine umfangreiche persönliche Ausrüstung stellen kann, kauft er sich Einsatzkleidung und Schutzausstattung selbst. Kann er diese Anschaffungskosten steuerlich geltend machen? Nein. Ein Vereinsvorsitzender, der einen Verein ehrenamtlich führt und verwaltet, investiert neben Zeit auch Geld, denn er verbraucht Papier, Druckertinte, Telefon- und Faxkosten und noch einiges mehr. Kann er diese privat finanzierten Kosten absetzen? Nein! Ist das gerecht? Nein!

Staat und Gesellschaft profitieren vom Ehrenamt

Drei sehr einfache Beispiele, die zeigen, dass ehrenamtlich engagierte Menschen ihre Freizeit, ihre Kompetenz und ihre Schaffenskraft unentgeltlich und gerne investieren, ihnen daraus aber beinahe noch ein finanzieller Nachteil entsteht. In kaum einem Land ist das Ehrenamt so stark, wie in Deutschland, denn in unserem Land sind viele Millionen Menschen ehrenamtlich tätig. Das ist eine Tatsache. Diese vielen Millionen ehrenamtlich engagierten Menschen erschaffen in unserem Land einen gewaltigen gesellschaftlichen Mehrwert. Das wird niemand bestreiten können und wollen. Unsere Gesellschaft profitiert vom Ehrenamt und zwar in erheblichem Maße! Eine Leistung, die Milliarden kosten würde, wollte man sie stattdessen durch Arbeitnehmer oder Dienstleister erbringen lassen.

Wichtige Funktionen wären ohne Ehrenamt nicht machbar

Ganz konkret: Die von diesen vielen Millionen Menschen ehrenamtlich zum Wohle der Gesellschaft erbrachten Leistungen wären vom Staat unmöglich zu erbringen. Beispiel: Schon das Ersetzen der tausenden Freiwilligen Feuerwehren durch Berufsfeuerwehren wäre unmöglich zu finanzieren und damit nicht zu realisieren. Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetze wären ohne Freiwilligkeit und Ehrenamt Makulatur.
Schaut man sich die derzeitige Steuergesetzgebung an, dann findet dieses gewaltige Engagement darin fast keinerlei Niederschlag. Bleiben wir bei dem Beispiel mit dem Schiedsrichter, der sein Privatauto für das Ehrenamt nutzt. Hohe Benzinpreise und auch der Verschleiß am Fahrzeug sind durch eine Kilometerauswertung Kosten, die problemlos ganz konkret beziffert und damit verwaltungsmäßig erfassbar gemacht werden können. Aber sie können nicht steuermindernd gelten gemacht werden!

Das muss sich ändern – Die Online-Petition

Damit sich das ändert und aus ehrenamtlichem Engagement entstehender Aufwand und Belastung steuermindernd geltend gemacht werden kann, wurde die Online-Petition “Bessere steuerliche Förderung ehrenamtlichen Engagements“ gestartet. Ziel der Petition ist es, das der Deutsche Bundestag die Steuergesetzgebung in diesen Aspekten modernisiert und anpasst. Wenn diese angepasste Steuergesetzgebung ermöglicht, dass ehrenamtliches Engagement und daraus entstehender Aufwand und Belastung steuermindernd geltend gemacht werden können, dann würde das diese unverzichtbaren Menschen nicht nur etwas entlasten. Es würde auch eine staatliche Anerkennung mit offiziellem Charakter und eine Motivation darstellen.

Link zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/bessere-steuerliche-foerderung-ehrenamtlichen-engagements

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