Ostsee-Zeitung: Kommentar zum CDU-Parteitag

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„Wir schaffen das!“ rief die Kanzlerin in den
Saal, „weil es zur Identität unseres Landes gehört, Großes zu
schaffen.“ Und sie erklärte, mit dem wohl größten Engagement, das der
nüchternen Naturwissenschaftlerin möglich ist, warum Deutschland die
Flüchtlingskrise bewältigen wird. Merkel kam in ihrer Rede ganz ohne
das umstrittene Wort „Obergrenzen“ aus. Mit solchen Wortklaubereien
gab sich die Kanzlerin nicht ab. Merkel betonte die historische
Dimension der Aufgabe, verwies auf das Erbe der Vorgänger. Konrad
Adenauer habe nicht gesagt, wir wählen etwas Freiheit. Er habe
gesagt: Wir wählen die Freiheit. Und Ludwig Erhard habe nicht
formuliert, Wohlstand für fast alle, sondern: Wohlstand für alle. Da
wirkte die Kritik der Gegner plötzlich verzagt und kleingeistig.

Merkel kann die neun Minuten Applaus als Bestätigung ihres Kurses
werten. Die Machtfrage ist geklärt. Vorerst. In den nächsten Wochen
wird die Kanzlerin keine weiteren Angriffe fürchten müssen. Wenn im
kommenden Jahr die Zahl der Flüchtlinge aber nicht sinkt, wird der
Streit von vorne losgehen.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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