Ostsee-Zeitung: Ostsee-Zeitung: Bartschäußert sich skeptisch zu Rot-Rot-Grün 2017

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Rostock. Der designierte Linken-Fraktionschef
Dietmar Bartsch hat sich skeptisch über ein rot-rot-grünes
Regierungsbündnis nach der Bundestagswahl 2017 geäußert. Der
Ostsee-Zeitung (Dienstag) sagte Bartsch: „Augenblicklich deutet kaum
etwas darauf hin, dass es 2017 auf der Bundesebene eine Koalition
ohne die Union geben könnte.“ Das möchte er jedoch ändern und hofft
auf rot-rot-grüne Bündnisse in Ländern und Kommunen. Das aus seiner
Sicht größte Hindernis für ein Mitte-Links-Bündnis auf Bundesebene
bestehe darin, „dass die SPD offenbar überhaupt nicht bereit ist,
Schritte in Richtung einer Umverteilung von oben nach unten zu gehen.
Wenn es hier Bewegung gäbe und in der Folge in der Gesellschaft eine
Wechselstimmung entstünde, wäre vieles denkbar. Also: sehr viel
Konjunktiv! Aber der Kampf um Veränderung lohnt sich auf alle Fälle.“
Bartsch bestritt zugleich, Streit mit der designierten
Co-Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht zu haben. Man habe sich in
einem gemeinsamen Grundsatzpapier vor einem Jahr geeinigt. Bartsch
verwies darauf, dass die Linke auch nach dem Rückzug von Gregor Gysi
eine „sehr selbstbewusste Partei“ bleibe, die „in der Sache
kulturvoll streiten“ könne. Auf seine Herkunft angesprochen, meinte
der gebürtige Stralsunder: „Ruhe und Gelassenheit sind nicht die
schlechtesten Eigenschaften. Außerdem können wir im Norden weit
blicken, da kommen mir meine 1,94 Meter besonders zu statten.“

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Thomas Pult
Telefon: +49 (0381) 365-439
thomas.pult@ostsee-zeitung.de

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