Ostthüringer Zeitung: Jörg Riebartsch kommentiert: Schildbürgerstreich in Thüringen

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Nachdem die rot-rot-grüne Landesregierung ihre Pläne
für neue Landkreise und die Abschaffung der meisten kreisfreien
Städte vorgelegt hat, schwappen Wellen der Erregung über Thüringen.
Weshalb es insbesondere im Osten des Landes zu anhaltender Empörung
und Verstörung kommt, lässt sich einfach mit der Parabel von den
Schildbürgern erklären. Diese bauten sich neue Rathäuser, vergaßen
aber die Fenster. Mit Eimern, in denen sie glaubten das Sonnenlicht
einfangen zu können, wollten sie hernach das Helle ins Dunkle
tragen. Als in Schilda noch die CDU regierte, hat man sich deshalb
gar nicht erst des Themas angenommen. Bleibt es halt dunkel im
Rathaus. Dann zogen neue Herren in Schilda ein. Die kamen auf die
Idee: Wir nehmen einfach größere Eimer und legen die Rathäuser ohne
Fenster zu einem großen Rathaus ohne Fenster zusammen. Dann müssen
wir in weniger Rathäuser das Licht tragen. Aber auch so lassen sich
die Gesetze der Physik nicht aushebeln. Der Fehler der rot-rot-grünen
Schildbürger besteht darin, dass sie sich keine Gedanken darüber
machen, was eigentlich in den Rathäusern passieren soll. Erst wenn
man das weiß, kann man festlegen, wie viel Rathäuser man braucht und
muss dort Mauern einreißen. Dann klappt es auch mit dem Licht. Ist
aber von einem ministeriellem Beamtenapparat zu erwarten, dass er
sich selbst vorbildlich reformiert? Nein! Hat man jemals was aus der
Staatskanzlei gehört, mit wie viel weniger Mitarbeitern man dort
auskommen will, wenn schon als Begründung für eine Gebietsreform die
Mär der sinkenden Bevölkerungszahl in Thüringen verbreitet wird?
Nein! Stattdessen schafft man es nicht mal dem läppischen Wunsch der
Städte Gera und Eisenach zu entsprechen, den Zusatz „Hochschulstadt“
auf die gelben Ortsschilder pappen zu dürfen. Thüringens Bürger
wollen eine dienstleistungsorientierte und effiziente Verwaltung.
Wenn es die mal geben sollte, kann man immer noch überlegen, in
welchen Räumen sie untergebracht wird.

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