Petry: Brüssel handelt grob fahrlässig

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Zum Wunsch Brüssel, die Beitrittsverhandlungen mit
der Türkei zu beschleunigen, erklärt die Vorsitzende der Alternative
für Deutschland, Frauke Petry:

„Es ist grob fahrlässig zu glauben, dass ein EU-Beitritt der
Türkei das Asyl-Chaos in Europa und Deutschland auch nur annähernd
beseitigen könnte. Die Türkei ist genauso wenig wie die EU in der
Lage, ihre Zuwanderungswelle vernünftig zu kontrollieren. Ein
Beitritt würde die Situation für alle Beteiligten nur noch
verschlimmern.

Die Logik der EU-Kommission, die einen Zuwanderer gegen andere
dank Freizügigkeit in Europa zu tauschen, löst das Problem nicht,
sondern würde die Lage nur noch weiter eskalieren lassen. Die Türkei
würde deutlich weniger gescheiterte Asylbewerber aus Europa
zurücknehmen als durch die dann offene Grenze zu uns kämen. Davor
warne ich eindringlich.

Darüber hinaus wirft Brüssel in seiner Not auf einmal alle
Bedenken bezüglich eines Türkei-Beitrittes über Bord. Das ist
unehrlich und verhöhnt die Menschen in Europa, die Jahrzehntelang um
Menschenrechte, Pressefreiheit und andere demokratische Standards mit
der Türkei gerungen haben.

Ich fordere die Bundesregierung dringend auf, sich gegen diesen
Wunsch aus Brüssel auszusprechen. Andernfalls wird sich das
Asyl-Chaos noch weiter verschärfen.“

Pressekontakt:
Christian Lüth
Pressesprecher der Alternative für Deutschland
Email: christian.lueth@alternativefuer.de

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