Pflege kann Erfolgsgeschichte schreiben / Großes Interesse an Entbürokratisierung der Pflegedokumentation in Baden-Württemberg

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Mindestens ein Viertel der Pflegeheime und
ambulanten Dienste in Baden-Württemberg sollen bis Ende nächsten
Jahres von einem großen Teil der bisherigen Pflegedokumentation
entlastet werden. Dieses Ziel bekräftigte der Pflegebeauftragte der
Bundesregierung Staatssekretär Karl-Josef Laumann jetzt bei einer
Veranstaltung des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste
(bpa) in Karlsruhe. „Wenn alle Trägerverbände, die Pflegekassen, die
Prüfdienste und die Heimaufsichten an einem Strang ziehen und das
Projekt engagiert unterstützen, schreiben wir am Ende eine
Erfolgsgeschichte“, ist Laumann überzeugt.

Das von einer Expertengruppe im Auftrag der Bundesregierung
entwickelte Dokumentationssystem erfüllt mit deutlich weniger Papier
alle rechtlichen und fachlichen Anforderungen und spart im
Pflegealltag damit viel Zeit. Statt jeden Tag endlose Listen
abzuhaken, können sich Pflegefachkräfte künftig intensiver mit den
Risiken und Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner beschäftigen.
„Das Interesse unserer Mitgliedseinrichtungen ist riesig“, berichtet
die bpa-Vizepräsidentin Susanne Pletowski. „Der bpa hat in
Baden-Württemberg die Strukturen für die erfolgreiche Einführung der
effizienten Pflegedokumentation geschaffen und wird die
interessierten Pflegeeinrichtungen weiterhin intensiv begleiten.“

Dazu hat der bpa in den letzten Wochen allein in Baden-Württemberg
28 Pflegeexperten zu Multiplikatoren ausgebildet, die nun
teilnehmende Pflegeinrichtungen und Dienste bei der Einführung des
neuen Dokumentationsmodells unterstützen. Nach einer Auswertung des
zuständigen Projektbüros „EinSTEP“ haben sich bundesweit bereits weit
mehr als 5.000 Pflegeheime und ambulante Dienste für eine Teilnahme
an dem Entbürokratisierungsprojekt eingetragen.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast
1.000 in Baden-Württemberg) die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Stefan Kraft, Leiter der Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 0711 – 96 04 96 0, www.bpa.de

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