Pflege und Kliniken befürchten Rückgang der Ausbildungsplätze / Verbände warnen Politik vor Schnellschuss beim Pflegeberufsgesetz

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Wenn die aktuellen Pläne für ein
Pflegeberufsgesetz umgesetzt werden, ist die positive Entwicklung der
Ausbildung in der Hamburgischen Altenpflege und den Krankenhäusern in
Gefahr. Diese Befürchtung äußerten Vertreter der Landesgruppe des
Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) und der
Hamburgischen Krankenhausgesellschaft (HKG) jetzt bei einer
Veranstaltung in der Hamburger Handelskammer mit dem Vorsitzenden des
Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag Dr. Edgar Franke. Dort
wird derzeit ein Gesetzentwurf beraten, der die Zusammenlegung der
drei Ausbildungen in der Altenpflege, der Kranken- und
Kinderkrankenpflege zu einer generalistischen Pflegeausbildung
vorsieht.

In der Altenpflege und der Krankenpflege besteht dabei die große
Befürchtung, dass die durch die Einführung einer Umlagefinanzierung
in Hamburg zuletzt deutlich gestiegenen Ausbildungszahlen in der
Pflege wieder sinken würden. „Auf alle Pflegedienste und Heime auch
in Hamburg, käme deutlich mehr organisatorischer Aufwand durch die
neue Form der Ausbildung zu. Gleichzeitig wird die Zahl der
praktischen Ausbildungseinsätze im späteren Berufsfeld Altenpflege
halbiert, was nur auf Kosten der inhaltlichen Qualität geschehen
kann“, warnte der Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Hamburg Uwe
Clasen.

Die Krankenhäuser befürchten neben Qualitätsverlusten eine
verschlechterte und kompliziertere Finanzierung der Ausbildung,
betonte HKG-Geschäftsführerin Dr. Claudia Brase. Sie kritisierte auch
den Ablauf der Beratungen. „Erst müssen doch die Inhalte und Abläufe
der neuen generalistischen Ausbildung klar und mit allen Konsequenzen
durchdacht sein, bevor man die drei gut funktionierenden
eigenständigen Pflegeausbildungen abschafft.“ Er nehme diese Hinweise
ernst, sagte der Abgeordnete Dr. Franke bei seinem Besuch in der
Hansestadt. „Was gut gemeint ist, muss auch gut gemacht werden.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
350 in Hamburg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Uwe Clasen, Leiter der Landesgeschäftsstelle, ,
Tel.:(040) 253 07 16-0

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