Pflegeberatung endet nicht an der Krankenhaustür / Pflegedienste stellen in Brandenburg landesweite Unterstützung für pflegende Angehörige sicher

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Wer sich plötzlich um einen pflegebedürftigen
Angehörigen kümmern muss, kann sich in ganz Brandenburg auf
Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst in seiner Nähe
verlassen. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V.
(bpa) hat in den letzten Jahren allein in Brandenburg rund 100
Fachkräfte aus den ambulanten Mitgliedsdiensten zu Pflegeberatern
ausgebildet. Diese Pflegedienste bilden das landesweit größte Netz
von sachkundigen Pflegeberatern, die umfassend Angehörige
unterstützen und schulen sowie über Versorgungsmöglichkeiten
informieren können.

Beratung, Anleitung und Unterstützung der pflegenden Angehörigen
und der pflegebedürftigen Menschen sind für diese kostenlos und
werden von allen großen Pflegekassen übernommen, mit denen der bpa
für seine Mitglieder entsprechende Verträge geschlossen hat.

„Es gibt ein funktionierendes Netz von Beratern“, erklärt die
bpa-Landesvorsitzende Ellen Fährmann. „Im Gegensatz zu teuren
Leuchtturmprojekten arbeiten sie flächendeckend und bieten den
pflegenden Angehörigen eine bedarfsgerechte Unterstützung vor Ort.
Gemeinsam wird die Situation in der Häuslichkeit analysiert, dazu
wird eine konkrete Hilfestellung gegeben und beispielsweise über
Zuschüsse von Wohnungsumbaumaßnahmen aufgeklärt.“ Fährmann sieht
seitens der Pflegeberater klare Vorteile gegenüber einem
Krankenkassenprojekt mit einigen Krankenhäusern. Dort werden
Angehörigen von Krankenhauspatienten praktische Pflegevorgänge
vermittelt. Allerdings müssen die Teilnehmer für alle Kursteile in
die Kliniken kommen.

„Grundsätzlich bieten die Pflegeberater auch eine Pflegeberatung
im Krankenhaus an, um gerade nach einem akuten Eintritt von
Pflegebedürftigkeit, beispielsweise nach einem Schlaganfall, alle
Fragen der zukünftigen häuslichen Versorgung zusammen mit den
Angehörigen besprechen zu können.“ Im Interesse der Menschen mit
einem Pflegebedarf im Krankenhaus wäre es wünschenswert, wenn die
Kooperation der Krankenhäuser und der Krankenkassen dauerhaft die
Experten der häuslichen Versorgung – die Angehörigen und die
Pflegedienste – einbeziehen würde“, schlägt die bpa-Landesvorsitzende
vor.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
250 in Brandenburg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze. Das
investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Anja Hoffmann, Sabrina Weiss 030/338 47 52 50

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