Pflegende Frauen massiv benachteiligt – keine finanzielle Unterstützung für Hausnotruf (FOTO)

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In Deutschland ist die Pflege weiblich: Zwei Drittel der
Pflegenden sind Frauen, die ihre Angehörigen versorgen. Sie tragen
die Hauptlast der unbezahlten Pflege und leiden zunehmend darunter:
Laut aktuellem DAK-Pflegereport fühlen sich etwa 68 Prozent der
pflegenden Frauen stark oder sehr stark psychisch und knapp die
Hälfte stark oder sehr stark körperlich belastet. Der Hausnotruf
könnte sie erheblich entlasten. Die Initiative Hausnotruf empfiehlt
daher seinen verstärkten Einsatz und die generelle Kostenübernahme
durch die Krankenkassen.

„Viele verzichten aus finanziellen Gründen auf diese Entlastung,
denn sie erhalten in der Regel keine finanzielle Unterstützung für
den Hausnotruf, wenn sie mit ihren Angehörigen zusammenleben“,
erklärt Michaela Stevens, Geschäftsführerin der Initiative
Hausnotruf. Die Kostenübernahme erfolgt nur dann, wenn der zu
Pflegende das Kriterium „allein lebend“ erfüllt oder über weite Teile
des Tages allein zu Hause ist. Erst später, wenn die Pflegenden
selbst die Pflegestufe eins erreicht haben und dann alleinstehend
sind, erhalten sie von ihren Krankenkassen den Hausnotruf erstattet.
Der Hausnotruf bietet ihnen Sicherheit und Freiheit zugleich. Sie
können ohne Sorge um ihren Angehörigen das Haus verlassen, denn im
Notfall kann dieser über den Hausnotruf auf Knopfdruck sofort die
Hausnotrufzentrale und damit den Bereitschaftsdienst alarmieren.

Pflegende Frauen sind häufiger krank

Bundesweit pflegen rund sechs Millionen Menschen ihre Angehörigen
zumindest teilweise selbst. Insbesondere die pflegenden Ehefrauen,
Töchter oder Schwiegertöchter stehen wegen der Mehrfachbelastung von
Pflege, Beruf und Familie unter enormen Druck. Laut Erhebungen der
Siemens Betriebskrankenkasse sind sie häufiger krank als nicht
pflegende Frauen. Allerdings werden sie offenbar aus Rücksicht auf
ihr pflegebedürftiges Familienmitglied nicht öfter stationär
behandelt. Für pflegende Frauen besteht damit ein erhöhtes Risiko,
selbst dauerhaft krank oder zu einem Pflegefall zu werden. Auch hier
könnte der Hausnotruf Abhilfe schaffen und einen erheblichen Beitrag
zur Gesundheit der Pflegenden leisten.

Hausnotruf verhindert unnötige Ausgaben im Gesundheitswesen

Der Einsatz des Hausnotrufs verbessert die Bilanz aller
Beteiligten: Nicht nur die Pflegenden, auch die Gepflegten
profitieren vom Hausnotruf, denn sie können so lange wie möglich in
ihren eigenen vier Wänden wohnen. Gleichzeitig hilft der Hausnotruf
dem Gesundheitswesen, enorme Kosten zu sparen. „Wir wollen Vertreter
aus Politik und Gesundheitswesen zur Übernahme eines Teils der
notwendigen Ausgaben motivieren. Schließlich wird durch rechtzeitige
Hilfe oftmals Schlimmeres verhindert – beispielsweise kostenintensive
Krankenhausaufenthalte“, meint Stevens.

Über die Initiative Hausnotruf

Die Initiative Hausnotruf vereint professionelle
Notrufspezialisten, bekannte und qualitätsorientierte
Hilfsorganisationen sowie namhafte Hersteller technischer Geräte.
Ziel der Initiative ist es, älteren Menschen in Deutschland ein
sicheres und unabhängiges Leben zu ermöglichen. Die neusten
elektronischen Erweiterungen, die die Initiative Betroffenen
empfiehlt, heißen Ambient Assisted Living (AAL). AAL umfasst
technische Systeme, Produkte und Dienstleistungen, die das Leben
älterer, chronisch kranker und körperlich eingeschränkter Menschen
erleichtern und deren Kommunikationsmöglichkeiten fördern.
www.initiative-hausnotruf.de

Pressekontakt:
eobiont GmbH
Claudia Groetschel
Tel.: 030/44 02 01 30
redaktion@initiative-hausnotruf.de
www.initiative-hausnotruf.de
www.mein-leben-im-alter.de

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