Playbuzz-Gründer Shaul Olmert: Medien müssen „verkürzt, schnell, fragmentiert“ berichten

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Smartphones verändern Lesegewohnheiten –
Journalisten müssen deshalb Geschichten grundlegend anders erzählen,
fordert der Gründer des Medien-Startups Playbuzz, Shaul Olmert, im
„medium magazin“ (Ausgabe 2-2017). Artikel müssten aus verschiedenen
Teilen bestehen, weil die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von
Rezipienten nicht mehr so hoch wie früher ist. Olmert liefert dazu
die nötigen Storytelling-Formate, zum Beispiel an Bild.de, Focus
Online und die „Rheinische Post“. Die meisten journalistischen
Erzählformen heute seien nicht für Smartphones geeignet. „Die
Millennials sind an Schnappschuss-artige Kurznachrichten gewoÌ^hnt“,
sagt Olmert. „Mit dieser Generation müssen wir anders kommunizieren
als bisher, denn sonst wird sie uns künftig schlicht nicht mehr
verstehen.“

Olmert sieht seine Aufgabe darin, Redaktionen für neue Formen der
Nutzeransprache zu begeistern. Mit technischer Hilfe von Playbuzz hat
beispielsweise ein Sportmagazin den Bericht über eine Veranstaltung
im Stil einer Spieler-Unterhaltung in der Umkleidekabine erzählt.
Solche spielerischen Formate versprechen deutliche bessere Lesequoten
in der jüngeren Zielgruppe. „Junge Menschen nutzen Content nicht nur
einfach mobil, sondern auch in der Sprache dieser Geräte – verkürzt,
schnell, fragmentiert“, sagt Olmert. „Sie lesen kein Print. Und sie
wissen gar nicht, wie sie mit dem Haufen an Informationen da umgehen
sollen.“

Zudem sollten Medien viel offener seien, ihre Inhalte auf anderen
Plattformen zu veröffentlichen. „Sie müssen Ihre Marke künftig sehen
als etwas wie einen Wanderzirkus, der mit seiner Show überall dorthin
geht, wo die Menschen sind.“ Ein gutes Beispiel sieht Olmert in der
Marke Coca-Cola, die keine eigenen Restaurants betreibe, aber in fast
allen Läden der Welt vertreten ist.

Shaul Olmert und Tom Pachys gründeten Playbuzz im Jahr 2012,
Hauptsitz ist New York. Im März 2016 stieg Disney mit einer
15-Millionen-Dollar-Investition ein. Das Unternehmen liefert
Plattformen für „Interaktives Storytelling“ – vor allem virale Quiz-
und Umfragetools, an nach eigenen Angaben international rund 15.000
Medien.

Das Interview mit Shaul Olmert, geführt von Annette Milz, steht in
„medium magazin“ 2-2017, Seite 38-39. Es ist digital im iKiosk
verfügbar und kann gedruckt einzeln gekauft oder abonniert werden.
Blick ins Heft: http://mmbeta.de/medium-magazin-022017/

Pressekontakt:
Annette Milz, Chefredakteurin medium magazin,
annette.milz@mediummagazin.de

Original-Content von: Medienfachverlag Oberauer GmbH, übermittelt durch news aktuell

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