Politik und Industrie fordern klare Glücksspielregulierung

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Gesamtlösung für Sportwetten, Online-Casino und Pokerangebote
notwendig

Fünf Leitlinien der Hessischen Landesregierung gute Vorlage für
künftige Regulierung

Im Rahmen einer Fachtagung des eco Verbands für Internetwirtschaft
e.V. diskutierten namhafte Vertreter aus Politik, Industrie und
Wissenschaft darüber, wie digitales Glücksspiel in Deutschland in
Zukunft reguliert werden soll. Eine bundesweite
Glücksspielregulierung wurde mehrmals als Kernvoraussetzung für ein
modernes und sicheres Kundenangebot sowie eine angemessene Erhöhung
der staatlichen Einnahmen genannt. Nur so könne Deutschland eine
erneute EU- Vertragsverletzung verhindern und im europäischen
Vergleich endlich aufholen.

Nationale Glücksspielgesetze zielen noch immer fast ausschließlich
auf die Rechte und Pflichten der Offline-Unternehmen. Der wachsende
internationale Online-Markt bleibt dagegen weitestgehend außen vor,
mit weitreichenden Folgen für die Regulierung, den Jugendschutz und
ihre Haushalte. Während der Marktanteil etablierter, teils
börsennotierter online Anbieter weltweit zunimmt und die
EU-Kommission deutliche Reformforderungen aufgestellt hat, gibt es im
deutschen Rechtsraum nach wie vor keine Regelungen, die der
Digitalisierung des Marktes auch nur ansatzweise gerecht werden.
Durch dieses staatliche Unterlassen wachsen unregulierte Industrie
und Schwarzmarkt unkontrolliert weiter.

Die fünf „Leitlinien für eine zeitgemäße Glücksspielregulierung in
Deutschland“ der Hessischen Landesregierung wurden durchgehend als
gute Vorlage gesehen. Da sie das Fundament für einen wirkungsvollen
Jugend- und Spielerschutz bilden, sollten die Leitlinien in der
konkreten Regulierung von Sportwetten- und anderen
Glücksspielangeboten berücksichtigt werden.

Hans-Jörn Arp, Parlamentarischer Geschäftsführer der
CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein:

„Wir brauchen eine einheitliche Aufsichtsbehörde. Ich bin
überzeugt, dass sich das Schleswig-Holstein Modell grundsätzlich
durchsetzen wird. Denn das jetzige Modell sorgt nicht nur für
dramatische Einbußen in den Staatskassen und weniger Spielerschutz,
sondern auch für viel Unsicherheit im Markt. Weil die EU-Kommission
nach all den Jahren die Geduld verliert, sind Strafen
unausweichlich.“

Prof. Dr. Patrick Sensburg, Mitglied des Deutschen Bundestages der
CDU/CSU Bundestagsfraktion:

„Das Glücksspielwesen muss grundlegend neu geregelt werden. Es
braucht hier eine konvergente Strategie, um ganzheitliche Reformen
für das Glücksspielwesen konstruktiv und erfolgversprechend
umzusetzen.“

Christian Dürr, Fraktionsvorsitzender und medienpolitischer
Sprecher der FDP im Niedersächsischen Landtag:

„Das deutsche Glücksspielrecht ist komplett gescheitert. Wir
müssen endlich dazu kommen, den Glücksspielmarkt auch im Internet
sinnvoll zu regulieren und Wettbewerb zuzulassen, um so auch seriöse
Anbieter von unseriösen unterscheiden zu können.“

Dr. Iris Henseler-Unger, Direktorin und Geschäftsführerin des
Wissenschaftliches Instituts für Infrastruktur und
Kommunikationsdienste GmbH (WIK):

„Ziel kann nur eine konsistente, marktgerechte und umfassende
Neuregelung des Glücksspielmarktes sein, die auch eine Regulierung
von Online-Casino- und Pokerspielen umfasst. Hierdurch könnten bisher
nicht genutzte ökonomische Potentiale für Wachstum, Beschäftigung und
Steuern geschaffen werden. Gleichzeitig sind nur so Verbraucher-,
Jugend- und Datenschutz umfassend durchsetzbar.“

Prof. Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender des eco Verbands für
Internetwirtschaft e.V.:

„Nur Deutschland erlaubt sich den Luxus, das jahrhundertealte
Lotto Monopol entgegen dem digitalen Trend zu erhalten.
Pseudoargumente wie Suchtprävention werden vorgeschoben, nur um den
deutschen Lotto/Toto-Markt nicht an europäische Normen anpassen zu
müssen.“

eco (www.eco.de) ist mit mehr als 800 Mitgliedsunternehmen der
größte Verband der Internetwirtschaft in Europa. Seit 1995 gestaltet
der eco Verband maßgeblich die Entwicklung des Internets in
Deutschland, fördert neue Technologien, Infrastrukturen und Märkte,
formt Rahmenbedingungen und vertritt die Interessen der Mitglieder
gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. In den eco
Kompetenzgruppen sind alle wichtigen Experten und Entscheidungsträger
der Internetwirtschaft vertreten und treiben aktuelle und zukünftige
Internetthemen voran.

Pressekontakt:
Jana Edelmann
CNC – Communications and Network Consulting AG
Mail: jana.edelmann@cnc-communications.com

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