Polizei-Gewerkschaftschef Wendt: Mazière-Kritik „völlig unangemessen“ – Pessimismus, dass es zu Verurteilungen der Kölner Täter kommt

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Der Bundesvorsitzende der Deutschen
Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat die Kritik von
Bundesinnenminister Thomas de Maizière an der Kölner Polizei mit
scharfen Worten zurückgewiesen. „Das war inhaltlich und von der Form
her völlig unangemessen. Das tut man nicht, bringt uns in der Sache
nicht weiter und hilft den Opfern nicht“, erklärte Wendt im
Fernsehsender phoenix. Die Polizeikollegen hätten angesichts der
Äußerungen des Innenministers nur noch mit dem Kopf geschüttelt. Auch
Rücktrittsforderungen gegenüber dem Kölner Polizeipräsidenten seien
„einigermaßen absurd und sind parteipolitisch motiviert“, so Wendt
weiter.

Bundesweit räche sich jetzt der Personalabbau der vergangenen zwei
Jahrzehnte sowie ein unangemessener Altersaufbau insgesamt. „Es wäre
jetzt völlig falsch, mit einem besonderen Blickwinkel auf die Kölner
Behörde zu schauen“, so der Gewerkschafts-Chef weiter.

Wendt befürchtet, dass die Täter, die für die Übergriffe in der
Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof und an anderen Orten
verantwortlich sind, kaum zur Rechenschaft gezogen werden können.
„Ich bin sehr pessimistisch, dass es zu Verurteilungen kommen wird“,
wies Wendt auf die hohen Hürden der Gerichte hin. „Man muss jedem
einzelnen Täter den eigenen Tatbeitrag nachweisen.“ Dies werde
angesichts der großen Menge an Beteiligten extrem schwierig.

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