Pöttering: Partnerschaft mit Großbritannien, aber keine Sonderrolle

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Zum Ausgang des Referendums in Großbritannien
erklärt der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments und
Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering:

„Über die Entscheidung der britischen Wähler bin ich sehr
enttäuscht. Die britische Regierung und die EU müssen diese
Entscheidung respektieren. Dennoch werden die EU und Großbritannien
auch in der Zukunft aufeinander angewiesen sein. Die Verhandlungen
über den Austritt und über die Neuregelung der Beziehungen zur EU
müssen jetzt im gegenseitigen Interesse pragmatisch geführt werden.
Es wäre jedoch gegenüber anderen Ländern nicht fair, Großbritannien
eine Sonderrolle einzuräumen.

Die übrigen 27 Mitgliedstaaten müssen nun ihren Willen
demonstrieren, dass sie die großen Herausforderungen in der EU und
außerhalb ihrer Grenzen gemeinsam und solidarisch bewältigen wollen.
Das „Nein“ der Briten ist eine schwere Niederlage für die EU, aber
nicht ihr Ende. Ihre Zukunft hängt davon ab, dass sie in den
kommenden Monaten die richtigen Schlüsse aus diesem Ergebnis zieht –
auch durch einen verstärkten Dialog mit den Bürgern. Ein „Weiter so“
darf es nicht geben. „

Pressekontakt:
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