rbb-exklusiv: Vorwurf der Wahl-Manipulation in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

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Schwere Vorwürfe gegen den Gemeinde-Vorsitzenden
Gideon Joffe

In der Jüdischen Gemeinde zu Berlin soll es bei den beiden letzten
Wahlen zum Gemeindeparlament weitreichende Manipulationen gegeben
haben. Diesen Vorwurf erhebt der ehemalige Kultusdezernent der
Gemeinde, Boris Braun. Dem Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) sagte
er, dass Briefwahlscheine geöffnet worden und Wahlkreuze nachgetragen
worden seien. Braun räumt ein, selbst an den Vorgängen beteiligt
gewesen zu sein. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Gideon
Joffe, habe ihn 2011 persönlich angewiesen, Briefwahlzettel
einzusammeln. Braun will später festgestellt haben, dass diese
Stimmzettel zugunsten von Joffes „Koach“-Fraktion manipuliert wurden.
Auch bei der Wahl 2015 gibt es nach rbb-Informationen Indizien für
solche Manipulationen. Ein Zeuge sagt aus, eine Mitarbeiterin der
Gemeinde habe seiner Großmutter bei der Wahl geholfen – die sei aber
fast blind gewesen und habe den Stimmzettel gar nicht lesen können.
Und dem Mieter einer Gemeindewohnung ist nach dessen Aussage eine
Zeitlang Mietfreiheit zugesichert worden, sollte er Wählerstimmen
bringen. Der Gemeindevorsitzende Gideon Joffe weist die Vorwürfe dem
rbb gegenüber zurück: sie seien erstunken und erlogen. Gegen ihn
laufe eine Diffamierungskampagne.

Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg

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