rbb-Inforadio: Bayerns Innenminister Herrmann fordert besseren Schutz der EU-Außengrenzen

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat
gefordert, die EU-Außengrenzen besser zu schützen.

Er erwarte, dass sich die EU-Staats- und Regierungschefs heute
Abend bei ihrem Treffen in Brüssel darüber Gedanken machen, sagte
Herrmann am Mittwoch im rbb-Inforadio.

„Wir haben auf die Kontrollen innerhalb der EU verzichtet, wenn
dafür umso konsequenter am äußeren Rand kontrolliert wird. Das ist
aber eben in Italien, in Griechenland und in einer Reihe anderer süd-
und südosteuropäischer Staaten nicht der Fall. Und das können wir in
keinem Fall so akzeptieren. Daher rühren ja auch die Probleme, dass
Hunderttausende quer durch Europa unterwegs sind (…). ohne dass
letztendlich klar ist, wohin das in der Asylpolitik führen soll.“

Weiter sagte der CSU-Politiker, der gestrige Beschluss der
EU-Innenminister zur Verteilung von 120.000 Flüchtlingen sei zwar
wichtig, um Griechenland und Italien bei der Aufnahme zu entlasten.
Die Menschen über Quoten innerhalb der Europäischen Union zu
verteilen sei aber nicht ausreichend. „Es ist keine richtige Lösung
auf Dauer, denn es ändert nichts daran, dass eine überwältigende Zahl
in Deutschland ankommt und es gibt keine Perspektive (…) wie das in
den nächsten Jahren weitergehen soll.“

Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
Inforadio
Chef / Chefin vom Dienst
Tel.: 030 – 97993 – 37400
Mail: info@inforadio.de

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