Reallöhne im 2. Quartal 2016 um 2,3 % höher als im 2. Quartal 2015

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Der Reallohnindex in Deutschland ist nach den
Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung vom zweiten
Quartal 2015 bis zum zweiten Quartal 2016 um 2,3 % gestiegen. Der
Verbraucherpreisindex legte im selben Zeitraum um 0,1 % zu. Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, betrug der
nominale Verdienstanstieg 2,4 %.

Insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe haben sich die Nominallöhne
zwischen dem zweiten Quartal 2015 und dem zweiten Quartal 2016 mit +
1,0 % unterdurchschnittlich erhöht. Dies ist darauf zurückzuführen,
dass bedeutende Tarifabschlüsse der Metall- und Elektroindustrie
sowie der chemischen Industrie noch nicht wirksam beziehungsweise
nicht ausgezahlt wurden (siehe Pressemitteilung Nr. 298 vom 29.
August 2016). Die zwischen dem zweiten Quartal 2015 und dem zweiten
Quartal 2016 negative nominale Lohnentwicklung im Bereich „Bergbau
und Gewinnung von Steinen und Erden“ (- 0,3 %) ist auf die
Entwicklung der Sonderzahlungen zurückzuführen. Die nominalen
Verdienste ohne Sonderzahlungen sind dagegen im betrachteten Zeitraum
in dieser Branche gestiegen (+ 1,0 %). Die zuvor beschriebene
Entwicklung der Nominallöhne mit und ohne Sonderzahlungen zeigt sich
auch bei den Tarifverdiensten.

In den Wirtschaftszweigen „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (+ 4,7
%), „Verkehr und Lagerei“ (+ 3,2 %) sowie im Gastgewerbe (+ 3,0 %)
gab es vom zweiten Quartal 2015 bis zum zweiten Quartal 2016 die
höchsten nominalen Verdienststeigerungen. In diesen Branchen fiel die
Entwicklung der Tarifverdienste ebenfalls überdurchschnittlich hoch
aus.

Methodische Hinweise:

Der Nominallohnindex bildet die Veränderung der
Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen der vollzeit-,
teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmer im
Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich ab. Er erfasst
die Verdienstentwicklung bei gleicher Beschäftigtenstruktur wie im
Vorjahr. Der Reallohnindex stellt die Veränderung der Verdienste der
Preisentwicklung gegenüber. Er gibt somit Hinweise zur Entwicklung
der Kaufkraft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabellen sowie weitere Informationen und Funktionen sind im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Weitere Auskünfte gibt:
Claudia Finke,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 26 96,
www.destatis.de/kontakt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de

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