Redaktionsnetzwerk Deutschland: Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): Union fordert wegen Flüchtlingskrise einjährige Dienstpflicht für Jugendliche

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Berlin. Führende CDU-Politiker fordern mit Blick
auf die Flüchtlingskrise die Einführung eines einjährigen
Pflichtjahres für Jugendliche. „Wir brauchen die Dienstpflicht.
Anders werden wir den Zufluss an Flüchtlingen und deren Integration
nicht bewältigen“, sagte Eckhardt Rehberg (CDU), haushaltspolitischer
Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, dem Redaktionsnetzwerk
Deutschland (RND), dem 30 Tageszeitungen angehören
(Dienstagsausgaben). „Alle, die heute noch sagen, das geht nicht,
werden spätestens in einem halben Jahr anders darüber denken“,
erklärte Rehberg. Die Belastungsgrenze für die meisten Helfer sei
längst überschritten. Jungen und Mädchen sollten nach der Schule vor
die Wahl gestellt werden, entweder ein Jahr zur Bundeswehr zu gehen
oder ein soziales Jahr abzuleisten. Das würde in vielen
gesellschaftlichen Bereichen Entspannung bringen.
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU),
Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Bundesrat, schloss sich
der Forderung Rehbergs an. Eine allgemeine Dienstpflicht werde dabei
helfen, auch der Bundeswehr den nötigen Nachwuchs zu verschaffen, so
der CDU-Politiker gegenüber dem RND. Dies sei keine Wiedereinführung
der Wehrpflicht durch die Hintertür, sondern eine reine Notmaßnahme
angesichts der drohenden humanitären Flüchtlingskatastrophe und der
wachsenden Verpflichtungen der Bundeswehr im In- und Ausland.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) sprach sich dagegen
aus. „Wir brauchen keinen neuen Pflichtdienst‎, sondern mehr
Stellen für Freiwillige“, sagte die Ministerin dem RND. Die
Bundesregierung werde 10 000 zusätzliche Stellen im
Bundesfreiwilligendienst schaffen, um diese in der Flüchtlingshilfe
einzusetzen. „Wenn die Union mehr Stellen will, sollten wir auch den
Jugendfreiwilligendienst aufstocken“, erklärte Schwesig weiter. Dem
offiziellen Lagebericht der Innenminister zufolge haben die Behörden
von Jahresanfang bis gestern Morgen um 8 Uhr nach Informationen des
RND bundesweit bereits 760 008 Flüchtlinge registriert. Bisher
hält die Bundesregierung offiziell daran fest, dass in diesem Jahr
insgesamt 800 000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen würden, die SPD
rechnet mit einer Million.

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