Redaktionsnetzwerk Deutschland: Trotz Wohnraumnot: Bund hat seit 2005 262,5 Millionen Quadratmeter zum Höchstpreis an Investoren verkauft / Linkspartei fordert neue Kriterien

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In den vergangenen zehn Jahren hat der Bund aus
seinem Immobilienbesitz insgesamt 26 248 zum Teil bebaute Grundstücke
mit einer Gesamtfläche von rund 262,5 Millionen Quadratmetern
verkauft. Der Verkauf erfolgte in der Regel im öffentlichen
Höchstgebotsverfahren an private Investoren. Das geht, nach einem
Bericht des RedaktionsNetzwerks Deutschland, dem mehr als 30
Tageszeitungen angehören, aus einer von Finanzstaatssekretär Jens
Spahn (CDU) vorgelegten Statistik für die Zeit von 2005 bis 31.
August 2015 hervor. Die genannten Zahlen beträfen nur abgeschlossene
Kaufverträge, da die Anzahl der „verkauften aufstehenden Gebäude
nicht statistisch erfasst“ würde. Gleichzeitig fehlen aber in
Deutschland nach Schätzungen des Deutschen Mietervereins rund vier
Millionen Wohnungen für Durchschnittsverdiener, die deutschen
Bauwirtschaft veranschlagt aktuell den Bedarf an jährlichem Zubau von
einfacheren Wohnungen auf 350 000 bis 400 000. Katja Kipping,
Vorsitzende der Linksfraktion, sagte dem RND, dass angesichts des
Zuzugs von vielen Hunderttausend Schutzsuchenden der Wohnraumbedarf
noch deutlich steigen werde. „Der Bund steht in der Verantwortung,
Immobilienspekulation und fortwährende Mietenexplosionen zu
verhindern. Er muss deshalb öffentliche Liegenschaften vorrangig an
öffentliche Käuferinnen wie die Bundesländer und Kommunen verkaufen,
und zwar zum Verkehrswert.“ Es sei ein politisch falsches Signal,
öffentliche Grundstücke zum Höchstgebotsverfahren „an private
Immobilienhaie abzutreten“.

Pressekontakt:
Redaktionsnetzwerk Deutschland
Dirk Schmaler
Telefon: 0511 / 54 53 80 22
dirk.schmaler@rnd-news.de

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