Reform der Pflegeausbildung darf positiven Trend bei der Altenpflege nicht torpedieren

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Bundeskabinett bringt neues Pflegeberufegesetz auf
den Weg – Generalistische Ausbildung birgt erhebliche Risiken – Chaos
droht

Das neue Pflegeberufegesetz, das die bisherigen drei
unterschiedlichen Ausbildungen in der Altenpflege, der Krankenpflege
und der Kinderkrankenpflege zu einer generalistischen Ausbildung
zusammenfasst, birgt vor allem für die Altenpflege erhebliche Risiken
und droht die vielen erfolgreichen Ausbildungsanstrengungen der
vergangenen Jahre mit einem Schlag zunichte zu machen. Ein Chaos ist
vorprogrammiert.

Darauf weist der Arbeitgeberverband Pflege mit großem Nachdruck
hin. Das Bundeskabinett wird sich am heutigen Mittwoch mit dem Gesetz
befassen und es wohl beschließen.

Dazu Friedhelm Fiedler, Vize-Präsident des Arbeitgeberverbandes
Pflege: ,,Die Altenpflege, die seit einigen Jahren – entgegen manchen
Unkenrufen und vor allem entgegen dem Trend in sehr vielen anderen
Ausbildungsberufen – erfreulich steigende Ausbildungszahlen vorweisen
kann, droht am Ende zum eindeutigen Verlierer der hektischen
Reformpläne der großen Koalition in Berlin zu werden.“ Es sei
absehbar, dass die ambulanten und stationären Ausbildungsbetriebe in
der Altenpflege künftig mit höheren Kosten und einem erheblichen
Organisationsaufwand belastet werden.

Dabei bedeuten die vielen Reformen in der Altenpflege, die in den
vergangenen drei Jahren von der schwarz-roten Koalition auf den Weg
gebracht worden sind, schon jetzt enorme Mehrarbeit für alle
Mitarbeiter in den Altenpflegeunternehmen, so der Arbeitgeberverband
Pflege weiter.

Die Frage stellt sich ernsthaft, wer bei soviel Bürokratieaufwand,
den die generalistische Pflegeausbildung mit sich bringt, künftig
noch ausbilden wird.

Fiedler: ,,Man kann nur hoffen, dass die angekündigte
Rechtsverordnung zum Gesetz, die die endgültige Ausgestaltung der
Ausbildung festlegt, die schlimmsten Fehler noch ausbügelt. Umso
zwingender ist es, dass die Rechtsverordnung rechtzeitig vor der
Abstimmung im Bundestag Ende Januar vorliegt, damit jeder Abgeordnete
entscheiden kann, ob da Unfug beschlossen werden soll oder nicht und
ob er für Unfug seine Stimme gibt. Man kann nur hoffen, dass die
vielen kritischen Abgeordneten, vor allem der Union standhaft bleiben
und nichts mittragen, was die Versorgungssicherheit der alten
Menschen gefährdet.

Pressekontakt:
Friedhelm Fiedler
Vizepräsident und Sprecher des Präsidiums

Pressebüro Arbeitgeberverband Pflege
Telefon: +49 (0)30 67 80 63 710
presse@arbeitgeberverband-pflege.de
www.arbeitgeberverband-pflege.de

Die größten privaten Pflegeunternehmen in Deutschland und der
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) haben sich im
Juni 2009 zum Arbeitgeberverband Pflege zusammengeschlossen. Der
Verband vertritt inzwischen die sozialen, wirtschaftlichen und
tariflichen Interessen der größten Unternehmen der Pflegewirtschaft.

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