Rheinische Post: 1000 Schuss Munition aus JVA Ronsdorf verschwunden

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Aus der Justizvollzugsanstalt (JVA)
Wuppertal-Ronsdorf sind nach Recherchen der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe) 1000 Schuss
Munition (Kaliber 9 mm) aus der Waffenkammer spurlos verschwunden.
„Sie sind weg. Niemand weiß bisher, wo sie abgeblieben sind
beziehungsweise wer sie genommen hat“, sagte ein Insider der
Redaktion. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt bereits in dem
Fall. „Die Leiterin der JVA hat den Fall im Mai bei uns angezeigt.
Wir ermitteln gegen Unbekannt“, sagte Oberstaatsanwalt Wolf Tilman
Baumert der „Rheinischen Post“. Zu der Waffenkammer haben eigentlich
nur Bedienstete der JVA Zutritt. „Die Überprüfung der Bediensteten
ist Gegenstand der Ermittlungen“, sagte Baumert.

Das nordrhein-westfälische Justizministerium hält sich bedeckt.
„Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, dürfen wir nichts
sagen. Wir wollen die Ermittlungen nicht gefährden“, erklärte ein
Sprecher von Justizminister Thomas Kutschaty (SPD).

Die JVA Ronsdorf sorgt seit der Eröffnung im Jahr 2011 regelmäßig
für Negativschlagzeilen. Zuletzt hatte im Mai ein 18-jähriger
Häftling einen 20-jährigen Mitinsassen wegen 40 Euro Spielschulden
erwürgt. Im April hatte sich eine Justizvollzugsbeamtin (30) das
Leben genommen.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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