Rheinische Post: 52 Prozent der Hartz-IV-Aufstocker sind Fachkräfte

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52 Prozent und damit mehr als die Hälfte der
Hartz-IV-Aufstocker mit sozialversicherungspflichtigen Jobs haben
eine abgeschlossene Berufsausbildung und arbeiten als Fachkräfte. Das
geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, von der
Linksfraktion im Bundestag ausgewertet worden sind. Sie liegen der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) vor.
Demnach arbeiten weitere vier Prozent der Aufstocker in gehobenen
Experten- oder Spezialistenpositionen und 44 Prozent in
Helferpositionen. Die BA-Zahlen zeigen aber, dass Aufstocken oft kein
Problem zu geringer Qualifikation ist, sondern mehrheitlich gut
Ausgebildete davon betroffen sind. Viele sind gezwungen, Teilzeit zu
arbeiten, etwa als Alleinerziehende. Die Zahl der Aufstocker ist den
Zahlen zufolge durch die Einführung des Mindestlohns Anfang 2015 nur
geringfügig um gut 50.000 auf 998.000 im Jahresdurchschnitt 2015
gegenüber 2014 gesunken. Die meisten Aufstocker arbeiten im
Lebensmittel- und Gastgewerbe, in der Logistik (jeweils 15 Prozent),
im Reinigungswesen und im Einzelhandel (jeweils 14 Prozent). „Gerade
in diesen Branchen arbeiten viele Teilzeit, die eigentlich Vollzeit
arbeiten wollen“, sagte die Linken-Politikerin Sabine Zimmermann.
„Wir brauchen eine Stärkung des Normalarbeitsverhältnisses.“

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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