Rheinische Post: Arbeitgeberpräsident Hundt hält Altersarmut für überschätzt / „Deutschland braucht keine Rentenreform“

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Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hält eine
Rentenreform zur Vorbeugung gegen Altersarmut für unnötig. „Das Thema
Altersarmut wird überschätzt“, sagte Hundt der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Aktuell seien
2,5 Prozent der Bürger im Rentenalter auf Grundsicherung angewiesen.
Auch wenn das Rentenniveau wie geplant sinke, werde dieser Anteil
nach Berechnungen dadurch nur auf drei bis vier Prozent steigen.
„Damit wird Altersarmut nicht zum Massenphänomen, sondern weiter die
Ausnahme bleiben“, sagte Hundt. In Bezug auf die verschiedenen
Reformmodell von Union, SPD und Grünen betonte Hundt: „Wir brauchen
weder eine Lebensleistungs- noch ein Solidar- oder eine
Garantierente. Deutschland braucht keines dieser drei Modelle.“ Bei
der von der Union geplanten Erhöhung der Mütterrente geht Hundt davon
aus, dass dafür die Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
steigen. Die Pläne über zusätzliche Rentenleistungen für ältere
Mütter hätte zur Folge, „dass der Beitragssatz zur
Rentenversicherung bereits 2017 um 0,4 Prozentpunkte steigen muss“,
sagte Hundt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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