Rheinische Post: Arme Flüchtlinge Kommentar Von Christian Schwerdtfeger

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Kaputte Heizungen, mangelhafte Strom- und
Warmwasserversorgung, Feuchtigkeit und Schimmel, Brandschäden und
Ungezieferbefall, undichte Fenster, defekte Balkongeländer und viel
zu wenige Betten: Die Zustände in den Flüchtlingseinrichtungen sind
zum Teil erschreckend. Es ist beschämend und ein Armutszeugnis, dass
es eines der reichsten Länder der Welt nun schon seit Jahren nicht
schafft, die Flüchtlinge flächendeckend menschengerecht
unterzubringen. Es muss in den Ohren der Flüchtlinge wie Hohn
klingen, wenn sie zu hören bekommen, dass sie in Deutschland aus
Kostengründen in maroden Gebäuden oder Zeltstädten hausen müssen,
während sie gleichzeitig eine Welt des Überflusses zu sehen bekommen,
wofür oftmals schon ein Blick auf die andere Straßenseite genügt. Ein
Ende dieser unhaltbaren Zustände ist vorläufig nicht in Sicht.
Adäquate Unterkünfte lassen sich nicht aus dem Boden stampfen. Zu
lange haben Bund und Länder nur zugeschaut, die Lage der Flüchtlinge
völlig falsch eingeschätzt und die Verantwortung an die Kommunen
abgedrückt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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