Rheinische Post: Atommüll: Niedersachsen warnt vor Rückzug der Energiekonzerne

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Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan
Weil (SPD) hat davor gewarnt, dass sich die Energiekonzerne aus der
Finanzierung der Atommüll-Lagerung zurückziehen. „Die
Atommüll-Lagerung ist ein hohes Milliardenrisiko, das nicht den
Steuerzahlern aufgebürdet werden darf“, sagte Weil der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Ich befürchte,
dass sich die Energiekonzerne gerade finanziell zurückziehen wollen.
Das dürfen wir nicht zulassen“, warnte der SPD-Politiker. „Die
Finanzierung des Rückbaus und der Endlagerung muss von den großen
Energiekonzernen geleistet werden, die über Jahrzehnte blendend an
der Atomkraft verdient haben“, sagte der Regierungschef. Er plädierte
jedoch auch für eine stärkere Rolle des Staates beim Rückbau der
Atomkraftwerke und der Atommüll-Lagerung. „Ich bin dafür, die
Durchführung des Kraftwerksrückbaus und die Lagerung des Atommülls
öffentlich-rechtlich eng kontrollieren und begleiten zu lassen“,
sagte Weil. Die Bundesregierung erwägt, eine öffentlich-rechtliche
Atom-Stiftung einzurichten, in die die Milliarden-Rückstellungen der
Konzerne für die Atommüll-Lagerung übertragen werden sollen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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