Rheinische Post: Auch Geheimdienste von Nachbarländern schränken Kooperation mit BND ein

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Angesichts der Enthüllungen und der
öffentlichen Debatte über geheime US-Spählisten in Deutschland gehen
nach den USA offenbar auch europäische Partner auf Distanz zum
Bundesnachrichtendienst (BND). „Ich höre, dass unsere unmittelbaren
Nachbarländer gleichfalls ihre Felder der nachrichtendienstlichen
Zusammenarbeit mit Deutschland umfassend überprüfen und zurzeit etwas
abwartender kooperieren“, sagte CDU-Geheimdienstexperte Roderich
Kiesewetter der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Samstagausgabe). Sollten die Dienste die Kooperation mit Deutschland
tatsächlich auf Dauer einschränken, würde das nach Einschätzung
Kiesewetters die Sicherheit Deutschlands „erheblich gefährden“.
Gerade die Gleichzeitigkeit der Krisen im Osten, im Mittleren und
Nahen Osten und in Afrika und die daraus erwachsenden Bedrohungen
durch Extremismus und Terrorismus ließen sich nur bewältigen, wenn
sich ein funktionsfähiger und respektierter BND auf die Kooperation
mit anderen Diensten verlassen könne. Tatsächlich wachse jedoch die
Gefahr, dass die multinationale Geheimdienstarbeit künftig besonders
darauf achte, „nicht mehr auf deutsche Erkenntnisse angewiesen zu
sein“, erklärte der CDU-Politiker. In der internationalen
Rüstungskooperation werde der Hinweis „German free“, also frei von
deutscher Beteiligung, bereits als Werbung eingesetzt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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