Rheinische Post: Bahn-Betriebsratschef kritisiert GDL und Konzern-Management

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Der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der
Deutschen Bahn, Jens Schwarz, geht nicht von einer schnellen
Beilegung des Tarifstreits aus. „Derzeit sehen wir keine Lösung für
den innerbetrieblichen Konflikt“, sagte Schwarz der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Dabei fordere
die Belegschaft ein Ende der Querelen. „Es kann nicht sein, dass
GDL-Mitglieder die Lokführer, die beamtet oder in der EVG organisiert
sind, verbal attackieren.“ Dass das Gros der Beschäftigen des
Konfliktes müde sei, zeigten zig Zuschriften, die den Betriebsrat in
den vergangenen Tagen erreicht hätten, sagte Schwarz. Der
Konzernbetriebsrat kritisierte auch das Verhalten des Managements
beim jüngsten Arbeitskampf der Lokführer am Wochenende: „Es war sehr
ärgerlich, dass sich von den direkten Vorgesetzten keiner auf den
Bahnhöfen hat blicken lassen.“ Die arbeitenden Service-Kräfte hätten
die Wut der Kunden abfangen müssen. „Da wünsche ich mir schon mehr
Unterstützung durch die Führungskräfte.“ Zugleich übte Schwarz Kritik
an den streikenden GDL-Mitgliedern: „Auch von ihnen hätte ich mehr
Chuzpe erwartet. Denn auch von denen hat sich keiner auf den
Bahnsteigen blicken lassen. Die kommen allenfalls, wenn ein TV-Team
in der Nähe ist.“ Chancen für eine Schlichtung zwischen EVG und GDL
sieht Schwarz im Augenblick nicht. „Dafür müsste die GDL ihre starre
Haltung aufgeben und zumindest ansatzweise kompromissbereit sein.
Davon ist im Augenblick nichts zu sehen.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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