Rheinische Post: Breite Kritik an Datenleck bei GKV

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Politiker und Verbraucherschützer kritisieren
die mangelhafte Datensicherheit bei Gesetzlichen Krankenkassen (GKV)
und fordern energischere Maßnahmen zum Schutz von Patienten. Am
Beispiel der Barmer GEK hatte die in Düsseldorf erscheinende
„Rheinische Post“ nachgewiesen, dass kriminelle Datendiebe mit
wenigen Telefonaten und Mouseklicks Daten der Versicherten wie
Arztbesuche und verordnete Therapien einsehen können. Der Chef des
Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, sagte der
„Rheinischen Post“ (Montagsausgabe): „Solch schlechte
Sicherheitsvorkehrungen sind ein Skandal und Armutszeugnis.“ Der
stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Konstantin von
Notz, kritisierte die Untätigkeit von Bundesgesundheitsminister
Hermann Gröhe (CDU): „Hier würde man sich ein sehr viel
entschlosseneres Vorgehen wünschen. Das Verhängen von Bußgeldern und
die Einleitung von Strafverfahren sind durchaus möglich.“ Die Barmer
widersprach am Wochenende der Darstellung, Unbefugte könnten sich
mühelos Zugriff auf Versichertendaten im Internet verschaffen.
Gegenüber der „Rheinischen Post“ räumte sie in einer Stellungnahme
allerdings ein „Sicherheitsrisiko“ ein und kündigte konkrete
Gegenmaßnahmen wie die „Durchführung von Adhoc-Sicherheitsschulungen“
für ihre Mitarbeiter an sowie eine „Information an alle Versicherten,
einen Verlust der Versichertenkarte unverzüglich zu melden“.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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