Rheinische Post: Bundesregierung: Zeitarbeitnehmer verdienen 1700 Euro im Monat

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Vollzeitbeschäftigte Leiharbeitnehmer haben im
Durchschnitt einen Verdienst von 1700 Euro brutto pro Monat. Dies
geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf schriftliche Fragen
der Grünen-Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke hervor. Sie
liegt der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Montagausgabe) vor. „Im Jahr 2013 lag das mittlere monatliche
Bruttoentgelt in Betrieben mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in der
Arbeitnehmerüberlassung bundesweit bei 1700 Euro“, heißt es in dem
Papier. Dabei sei zu beachten, dass „Helfertätigkeiten, die im
Allgemeinen eine niedrigere Entlohnung mit sich bringen, in der
Arbeitnehmerüberlassung deutlich überrepräsentiert“ seien. Der
vergleichsweise geringe Durchschnittsverdienst ist von Bedeutung,
weil Gewerkschaften und Opposition argumentieren, die Leiharbeit
werde von Firmen missbraucht, um Löhne zu drücken. Die Grünen dringen
auf gleiche Bezahlung vom ersten Tag an. Schwarz-Rot will in einem
neuen Gesetz die gleiche Bezahlung jedoch erst nach neun Monaten
vorschreiben. Die Höchstüberlassungsdauer soll auf 18 Monate begrenzt
werden. 54 Prozent aller Leiharbeitnehmer waren jedoch im zweiten
Halbjahr 2014 für weniger als drei Monate beim Entleiher
beschäftigt, heißt es in der Antwort der Bundesregierung.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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