Rheinische Post: Bundeswehrverband: „Patriot“-Abzug aus Türkei darf kein Tabu-Thema sein

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Der Deutsche Bundeswehrverband schließt einen
vorzeitigen Abzug der deutschen „Patriot“-Flugabwehrraketen aus der
Türkei wegen der veränderten Rahmenbedingungen des Konflikts nicht
aus. Ein solcher Abzug „darf kein Tabu sein und muss im Parlament
diskutiert werden“, sagte der Bundesvorsitzende der
Interessenvertretung der deutschen Soldaten, Oberstleutnant André
Wüstner, der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Doch trotz der
Gefahr mögliche Terroranschläge nach den jüngsten Angriffen der
Türkei auf die Kurden gelte nach wie vor der Nato-Auftrag, die
türkische Bevölkerung vor Angriffen aus der Luft zu schützen. „Das
ist eine wichtige Verpflichtung gerade für Deutschland, das in dieser
Legislaturperiode wieder mehr Verlässlichkeit in der Nato unter
Beweis stellen möchte.“

Wüstner erinnerte auch an die immer wieder beklagte Überlastung
der nur wenigen deutschen Flugabwehr-Spezialisten und empfahl den
vorübergehenden Wechsel mit einem anderen Nato-Land: „Die mangelhafte
Durchhaltefähigkeit der deutschen Flugabwehrkräfte darf nicht aus den
Augen verloren werden: Eine Rotation innerhalb der NATO ist dringend
anzuraten. Dadurch hätten die deutschen Verbände endlich Gelegenheit
zur Regeneration.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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