Rheinische Post: Bürgermeister-Reform Kommentar Von Thomas Reisener

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Eine Reform der Bürgermeister-Bezüge ist
überfällig, aber vor Übertreibung sei gewarnt. Schon jetzt haben die
Parteien große Schwierigkeiten, Kandidaten für das kommunale
Spitzenamt zu finden. Das war kürzlich selbst in Köln zu beobachten.
Wer diesen Job gut machen will, hat kaum noch Freizeit und bekommt
keine einzige Überstunde bezahlt. Zudem müssen die Kandidaten für das
befristete Amt oft einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der
Wirtschaft aufgeben. Da muss der Posten wenigstens gut bezahlt
werden. Aber eine üppige und lebenslange Sofort-Pension für
45-jährige Ex-Bürgermeister ist der falsche Anreiz. Er sorgt für zu
viel Gelassenheit im Amt. Ein befristetes Übergangsgeld, wie SPD und
Grüne es jetzt vorbereiten, ist besser: Es motiviert den Abgewählten,
seine Erfahrungen möglichst schnell wieder in einem neuen Beruf
einzubringen. Die Reform ist das erste größere Projekt des neuen
finanzpolitischen Sprechers der Grünen, Martin-Sebastian Abel. Hut
ab. Es gibt leichtere Bewährungsproben. Abel ist übrigens selbst erst
30 Jahre alt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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