Rheinische Post: Das Trump-Dilemma Kommentar Von Matthias Beermann

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Es ist ein Dilemma: Donald Trump hat sich im
Vorwahlkampf der US-Republikaner eindeutig durchgesetzt. Nach den
geltenden demokratischen Spielregeln ist er damit Kandidat seiner
Partei für die Präsidentenwahl. Punkt. Aber kann man einen Mann
unterstützen, dessen völlige Unkenntnis grundlegender Sachverhalte so
offensichtlich ist? Der wie ein Elefant durch den politischen
Porzellanladen trampelt und dessen Persönlichkeitsstruktur einem
Angst und Bange werden lässt, wenn man an die Verfügungsgewalt
amerikanischer Präsidenten über das Atomwaffenarsenal denkt?
Vielleicht noch nie waren die Zweifel an der Eignung eines Kandidaten
so groß. Und sie sind leider berechtigt. Aus der Führungsetage der
Republikaner wird nun eine Revolte gegen Trump lanciert. Dass viele
Mitglieder des Partei-Establishments gegen Trump eingestellt sind,
ist ja auch kein Geheimnis. Trotzdem ist dieser Aufstand gegen den
eigenen Kandidaten bemerkenswert. Denn er signalisiert etwas, das
auch in den USA in Vergessenheit geraten ist: Das Wohl des Landes ist
wichtiger als die Loyalität zur Partei.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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