Rheinische Post: Der IS will Hass auf Flüchtlinge provozieren Kommentar Von Martin Kessler

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Es ist nicht unbekannt, dass die Terrormiliz IS
die Balkanroute gezielt zur Einschleusung von Attentätern genutzt
hat. Diese perfide Strategie hilft den Mörderbanden aus dem Nahen
Osten auf zweifache Weise: Sie können Terroristen unbehelligt nach
Europa bringen und schüren zugleich Ängste und Hass auf Flüchtlinge.
Denn je schlechter das Verhältnis zwischen muslimischen Migranten und
einheimischer Bevölkerung ist, desto besser für den selbst ernannten
Islamischen Staat. Wir sollten dieser bösen List nicht auf den Leim
gehen. Dazu ist zweierlei nötig. Zum ersten müssen Europäer und
Deutsche die volle Souveränität über ihre Grenzen zurückgewinnen. Wer
die Grenze unerlaubt passiert, darf erst weiterreisen, wenn er
registriert und sein Asylverfahren vorläufig entschieden ist. Zum
zweiten muss die Überwachung verdächtiger Flüchtlinge intensiviert
werden. Der Erfolg des Innenministers und der Bundespolizei darf
nicht zur Annahme verleiten, dass die Sicherheitsbehörden alles im
Griff hätten. Andererseits war abzusehen, dass einige die
Willkommenskultur ausnützen. Erhöhte Wachsamkeit bedeutet daher
nicht, alle Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen. Sonst würde
man nur das Geschäft des IS besorgen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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