Rheinische Post: DGB-Chef sieht bei Scheitern von Schengen Millionen Jobs gefährdet

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Der Vorsitzende des Deutschen
Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, sieht angesichts der
Flüchtlingsproblematik eine „beispiellose moralische Krise“ in
Europa. „Bis vor ein paar Monaten hätte ich ein Scheitern des
Schengen-Abkommens noch für illusorisch gehalten. Inzwischen sind wir
gar nicht mehr so weit davon entfernt. Und das würde Millionen
Arbeitsplätze gefährden“, sagte er der in Düsseldorf erscheinenden
„Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

Mit Blick auf die Lage Deutschland forderte Hoffmann „schnell eine
Verbesserung der Abläufe schon bei der Registrierung „. Der DGB-Chef
kritisierte zudem die Situation beim Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge (BAMF). „Da herrschen Zustände, dass Pässe nicht mehr den
Anträgen zugeordnet werden können. So etwas geht nicht.“ Um die
Mammutaufgabe zu bewältigen, könnte dort kurzzeitig per
Betriebsvereinbarung im Schichtsystem gearbeitet werden, sagte
Hoffmann. „Klar ist, dass das BAMF mehr Personal braucht.“

Zugleich geht Hoffmann davon aus, dass die Integration von
Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sieben bis zehn Jahre dauern wird.
„Am Ende werden von einer Million arbeitsfähiger Flüchtlinge etwa
400.000 eine qualifizierte Stelle haben“, sagte er.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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