Rheinische Post: Die Ohnmacht des Westens

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Eines vorneweg: In Deutschland demonstrierende
Kurden nutzen wie andere Gruppen ihr im Grundgesetz verankertes Recht
auf Demonstrationsfreiheit und müssen von den staatlichen
Institutionen geschützt werden. Was aber auf entschiedenen Widerstand
des Staates stoßen muss, sind die gewalttätigen und bis an die Zähne
bewaffneten Krawallmacher bei den Protesten, egal ob dies muslimische
Tschetschenen, PKK-Extremisten, Salafisten oder gewalttätige
jesidische Kurden sind. Dass auf deutschen Straßen türkische Politik
gemacht wird, belegt vor allem die Zögerlichkeit und die Ohnmacht des
Westens. Deutschland, Europa, vor allem die Nato müssen der Türkei
endlich klarmachen, dass der Vernichtungsfeldzug des IS gegen die
Kurden im Norden Syriens auch ein Kampf gegen die westliche
Zivilisation ist. Und damit ein Angriff auf die Türkei als Mitglied
der Nato. Das Zuschauen Ankaras in dem Konflikt ist ebenso
unerträglich wie die wochenlange Debatte in Europa über die
Bewaffnung der Kurden. Der Vormarsch des IS trotz
US-Luftwaffeneinsatz zeigt, dass derzeit nur eine Gruppe von dem
internationalen Konflikt profitiert: die Terroristen des „Islamischen
Staats“.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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