Rheinische Post: DIW-Chef attackiert Schäuble und andere deutsche Politiker

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DIW-Chef Marcel Fratzscher hat
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und andere deutsche
Politiker vor weiteren Angriffen auf die Europäische Zentralbank
(EZB) gewarnt. „Die zu einseitige und häufig emotionale Kritik an der
EZB ist falsch und schadet der Glaubwürdigkeit der EZB“, sagte
Fratzscher der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Dienstagausgabe). „Deutschland schadet sich selber mit der Kritik an
der EZB, denn ein Verlust der Glaubwürdigkeit bedeutet, dass die EZB
ihre Aufgabe schlechter erfüllen kann“, sagte der Präsident des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Anstelle die EZB
zu attackieren, sollte sich die Politik den Spiegel vorhalten“, sagte
er. „Europas größtes Problem ist nicht das Handeln der EZB, sondern
das Nicht-Handeln der Politik – gerade auch in Deutschland“, betonte
der Ökonom. „Wir müssen in Deutschland dringend zu einem sachlichen
und ausgewogenen Dialog zur EZB-Geldpolitik zurückkehren“, mahnte er.
Schäuble hatte die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB)
scharf kritisiert, weil sie euroskeptische Befürchtungen nähre.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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