Rheinische Post: DKG-Vize-Präsident Morell warnt vor Negativ-Folgen der Krankenhausreform für Schwerkranke und Demente

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Der Vize-Präsident der Deutschen
Krankenhausgesellschaft (DKG), Ingo Morell, hat vor negativen Folgen
für Schwerkranke und Demente durch die geplante Krankenhausreform
gewarnt. „Das Fallpauschalen-System beinhaltet schon heute
Fehlanreize. Wir müssen aufpassen, dass uns bei der
Qualitätskontrolle nicht die gleichen Fehler passieren und am Ende
keiner mehr die schwerkranken oder dementen Patienten aufnehmen
möchte, weil sie die Qualitätsstatistiken verschlechtern“, sagte
Morell der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Montagausgabe). Dann gerieten Patienten aus dem Blick. Das Ziel der
Krankenhausreform, über finanzielle Zu- und Abschläge die Qualität in
den Kliniken zu verbessern, sieht Morell skeptisch: „Der Hebel wird
mit dieser Krankenhausreform nicht einfach umgelegt werden können.“
Die Qualität könne man nicht schnell allein mit Statistiken
definieren. „Es wird in absehbarer Zeit nicht gelingen, eindeutig zu
sagen: Das ist ein gutes und das ist ein schlechtes Krankenhaus“,
sagte Morell. Er betonte aber: „Dennoch müssen und werden sich die
Krankenhäuser dem Thema Qualität stellen und auch Qualität
nachweisen.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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