Rheinische Post: Energiewende schadet laut neuer Studie dem Klimaschutz

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Deutschland verfehlt laut einer Studie des
Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) die Mehrzahl seiner selbst
gesteckten Ziele bei der Energiewende, darunter vor allem das
Klimaschutzziel. Die Studie mit dem Titel „Fünf Jahre nach Fukushima.
Eine Zwischenbilanz der Energiewende“ liegt der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe) vor. Sie soll am
Freitag veröffentlicht werden. Demnach erreicht Deutschland einzig
sein Ausbauziel für die erneuerbaren Energien, bei der
Stromkostenentwicklung und beim Klimaschutz ist es dagegen weit von
seinen selbst gesteckten Zielen entfernt. Das Ziel des
Ökostrom-Ausbaus werde sogar übererfüllt. Die Bundesregierung wollte
den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2020 auf
35 Prozent steigern. Für 2015 wäre ein Zuwachs auf einen Anteil von
27,9 Prozent nötig gewesen. Tatsächlich lag der Ökostrom-Anteil 2015
aber bereits bei 32,6 Prozent, so das Institut. Besonders eklatant
sei dagegen die Zielverfehlung beim Klimaschutz. Bis 2020 wollte die
Regierung die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent
senken. Demnach hätte bei der Stromerzeugung der CO2-Ausstoß zwischen
2000 und 2014 bereits um 24,3 Prozent sinken müssen. Tatsächlich
konnte die Branche den Ausstoß aber nur um 5,8 Prozent reduzieren.
„Das angestrebte Ziel wird damit um 76 Prozent unterschritten“, so
das Kölner Institut. „Die Energiewende soll vornehmlich bestimmte
Technologien fördern und dient nicht dem kurzfristigen Klimaschutz“,
resümiert das Institut.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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