Rheinische Post: Erst 3665 Käufer von reinen E-Autos erhielten bisher Kaufprämie / Bafa-Chef kritisiert Preispolitik deutscher Autohersteller

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Die Anfang Juli eingeführte Kaufprämie für
Elektro-Autos erweist sich weiterhin als Ladenhüter. Von Anfang Juli
bis Mitte Oktober hätten 3665 Käufer von reinen Elektro-Autos die
Prämie bewilligt bekommen, sagte der Chef des zuständigen Bundesamts
für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), Arnold Wallraff, der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montagausgabe). „Die
Anträge für den E-Auto-Umweltbonus nehmen zu, aber auf sehr niedrigem
Niveau“, sagte Wallraff. Das Ziel der Bundesregierung ist, bis 2020
wenigstens eine halbe Million E-Autos auf deutsche Straßen zu
bringen. „Wir haben gerade die Marke von 5000 Förderfällen für
E-Autos und Hybride zusammen geknackt, haben aber Geld für 100.000
E-Auto-Förderfälle pro Jahr zur Verfügung“, sagte der Bafa-Präsident.
Von insgesamt 600 Millionen Euro an Fördermitteln, die der Bund bis
2019 bereitstelle, sei bisher erst ein einstelliger Millionenbetrag
abgeflossen, sagte Wallraff. Er warf der Industrie vor, mit der
Entwicklung nicht Schritt zu halten. „Die deutsche Industrie sieht
E-Autos immer noch als Nischenmodelle. Sie hängt weiter dem
Diesel-Traum nach, dabei ist völlig klar, dass nicht der Diesel die
Zukunft ist, sondern das E-Auto“, sagte Wallraff. Die Auto-Hersteller
müssten deutlich höhere Rabatte bieten. Zudem hätten E-Autos
weiterhin nicht die nötige Reichweite.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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