Rheinische Post: Etablierte Parteien verloren ein Zehntel ihrer Mitglieder

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Die etablierten Parteien haben seit 2010 mehr
als ein Zehntel ihrer Mitgliedschaft verloren. Das berichtet die in
Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe) als
Ergebnis einer Umfrage der Redaktion bei den Parteien. Danach
schrumpfte die Zahl bei CDU, SPD, CSU, FDP, Grünen und Linken in den
letzten fünf Jahren um 10,72 Prozent von 1,36 auf 1,21 Millionen
Mitglieder. Die stärksten Verluste verzeichnete danach die SPD, deren
Mitgliederbestand sich bis November um 14.428 auf 445.534
verringerte. Weil die CDU im Jahresvergleich nur 13.019 Mitglieder
verlor, ist sie mit nun 446.859 nach drei Jahren wieder an der SPD
vorbeigezogen und mitgliederstärkste Partei in Deutschland. Deutlich
geringer fiel der Mitgliederschwund bei CSU, Grünen, FDP und Linken
mit jeweils zwischen 800 und 1000 Mitgliedern aus. Die AfD, die nach
dem Ausscheiden von Mitgründer Bernd Lucke rund 20 Prozent ihrer
geschätzt 20.000 Mitglieder verlor, ist inzwischen wieder bei einem
Mitgliederbestand von 19.012 angelangt, zuzüglich rund 1800 noch
unbearbeitete Mitgliedsanträge. Täglich gingen 30 weitere ein. Auch
die CDU verzeichne pro Monat im Schnitt tausend Neueintritte. Deren
Zahl und auch die Zahl der Austritte habe im Zuge der Debatte um die
Flüchtlingspolitik zugenommen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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