Rheinische Post: EU-Parlamentspräsident Schulz: Gesellschaften werden durch Geldwäsche „zerfressen“

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Der Präsident des Europaparlaments, Martin
Schulz (SPD), hat die Geschäftspraktiken im Umfeld von
Briefkastenfirmen als gesellschaftszersetzend kritisiert. „Es ist
überdeutlich, dass im Bereich der Briefkastenfirmen eine Schattenwelt
entstanden ist, in der neben der legalen Steuervermeidung illegale
Steuerhinterziehung und illegale Geldwäschepraktiken im großen Stil
stattfinden“, sagte Schulz der in Düsseldorf erscheinenden
„Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Das dürfen wir nicht
hinnehmen, weil dadurch unsere Gesellschaften zerfressen werden, weil
diese Praktiken jedem Gerechtigkeitsgefühl widersprechen“, so der
SPD-Politiker. Während der durchschnittliche Verdiener und der kleine
Mittelständler treu ihre Steuern und Abgaben entrichteten, würden
sich manche multinationalen Konzerne und Multimillionäre einen
schlanken Fuß machen, wenn es um die Finanzierung von
Gemeinschaftsaufgaben gehe. „Ich finde ein solches Verhalten
abstoßend“, sagte Schulz und forderte „eine stärkere Transparenz und
Kontrolle dieser Geschäftspraktiken“ von Briefkastenfirmen.

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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