Rheinische Post: Euro-Cent muss bleiben = Von Martin Kessler

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Man sollte meinen, angesichts von Schuldenkrise
und Europamüdigkeit hätte die EU-Kommission andere Probleme als sich
um die Abschaffung der Ein- oder Zwei-Cent-Münzen zu kümmern. Ihr
neuer Vorschlag, die Währung erst bei Fünf-Cent-Münzen zu starten,
zeugt einmal mehr von Bürgerferne. Das Verbot der Glühbirne und die
Gurkenkrümmung lassen grüßen. Eine Währung, die auf die kleinste
Einheit verzichtet, ist eine unvollständige Währung. Es ist, als
würde man auf der Zahlengerade einfach einige Zahlen weglassen und
noch immer behaupten, es handle sich um Mathematik. Dass es für den
Verbraucher einen Unterschied macht, ob ein Brötchen 27 oder 30
Euro-Cent kostet, wird er spätestens dann erfahren, wenn er für eine
große Festgesellschaft einkauft. Auch die Produktionskosten, die die
EU-Kommission heranführt, sind kein Argument. Denn aus der
Münzproduktion ziehen die Finanzminister insgesamt immer noch einen
Gewinn, selbst wenn die kleinen Münzen bisweilen ein Verlustgeschäft
sind. Die EU-Kommission sollte die Kirche im Dorf lassen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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