Rheinische Post: Europa, kranke Region der Weltwirtschaft = Von Birgit Marschall

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Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute
und auch der Internationale Währungsfonds (IWF) üben zu Recht scharfe
Kritik am Krisenmanagement der Europäer: Ihnen sei es bisher weder
gelungen, ein langfristig tragfähiges Konzept zur Stabilisierung
ihrer maroden Staatsfinanzen zu entwickeln, noch hätten sie einen
Plan zur Steigerung des Wirtschaftswachstums. Die Warnung der
Ökonomen lautet: Ohne mehr Tatkraft der Politik bleibt Europa auf
lange Sicht eine kranke Region der Weltwirtschaft. Während sich die
Rezession im Euro-Raum vorerst noch vertieft, schafft die deutsche
Wirtschaft laut den Prognosen derzeit zwar wieder die Wende nach
oben. Doch das Wachstum wird mit mäßigen 0,8 Prozent im laufenden
Jahr und 1,9 Prozent 2014 – so die Institutsprognose – deutlich
hinter dem zurückbleiben, was bei einer überzeugenderen und
frühzeitigeren Lösung der Euro-Krise eigentlich möglich wäre. Auch
die neue Bundesregierung wird sich nach der Wahl im September nicht
darauf ausruhen können, dass Deutschland in der Euro-Krise bisher
noch vergleichsweise glimpflich davon kommt. Sie wird als treibende
Kraft des Krisenmanagements erfolgreicher als bisher echte Reformen
durchsetzen müssen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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