Rheinische Post: Ex-Nato-General: 100.000 Soldaten gegen den IS

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Der frühere Nato-General Egon Ramms hält einen
militärischen Erfolg gegen den IS nur bei einem massiven Einsatz von
Bodentrupen für möglich. „Die Luftangriffe müssen mit
Landstreitkräften ergänzt werden, um in Syrien den IS von West nach
Ost zu bekämpfen. Danach muss im Sinne präventiver Politik der
Wiederaufbau, die Funktion der Zivilgesellschaft sichergestellt
werden. Nur für den ersten Teil und maximal für eine Übergangsphase
braucht man mehr als 100.000 Soldaten“ , sagte Ramms der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Der
frühere Vier-Sterne-General hält zudem eine Lösung in Syrien nur mit
Hilfe der Vereinten Nationen für möglich. „Das ist keine Frage für
die Nato, sondern für den UN-Sicherheitsrat. Dort brauchen wir einen
geschlossenen Auftrag ohne ein ,Veto– eines der ständigen
Mitglieder.“ Dazu müsse der Westen aber auch Russland ins Boot holen,
so Ramms.

Für den Abschuss eines russischen Kampfjets durch türkische
Piloten zeigte Ramms Verständnis. „Nato-Staaten wie in diesem Falle
die Türkei können bei solchen Grenzverletzung nicht immer nur drohen.
Irgendwann werden Drohungen Taten folgen, sonst wird man
unglaubwürdig“, sagte Ramms. Die Türkei habe in diesem Jahr Russland
schon mehrfach derartige Grenzverletzungen nachgewiesen und noch vor
wenigen Wochen den russischen Botschafter bei einer solchen
Grenzverletzung einbestellt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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