Rheinische Post: Exporte nach Russland im ersten Halbjahr 2015 um 31,5 Prozent zurückgegangen

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Die Exporte der deutschen Wirtschaft nach
Russland sind in den vergangenen anderthalb Jahren stark
zurückgegangen. 2014 sanken sie um 6,6 Milliarden Euro oder 18,4
Prozent. Im ersten Halbjahr 2015 betrug der Rückgang 4,8 Milliarden
Euro oder 31,5 Prozent. Dies geht aus einer Antwort der
Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor,
die der in Düsseldorf erscheinende „Rheinischen Post“
(Donnerstagausgabe) vorliegt. Die Bundesregierung macht dafür aber
nicht allein die Sanktionen gegen Russland verantwortlich. Als
„zentralen Faktor“ für den Rückgang der deutschen Exporte nach
Russland im Jahr 2014 und 2015 sieht die Bundesregierung ihrer
Antwort zufolge „den wirtschaftlichen Abschwung in Russland“, der
neben strukturellen Schwächen und gewachsenen Kapitalabflüssen vor
allem vom niedrigen Ölpreis herrühre. Der
Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze warf der Bundesregierung
vor, „hinsichtlich der Konsequenzen der eigenen Sanktionen im Dunkeln
zu tappen“. Die Bundesregierung habe scheinbar keine genaue Kenntnis
über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland.
Dies sei angesichts der proklamierten „Zielgerichtetheit“ fatal.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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